Für die neue Straßenbahnlinie 12, die ab Herbst 2025 von der U6 Station Josefstädter Straße über eine bestehende Straßenbahnstrecke an den Nordwestbahnhof angebunden werden soll, soll ab Nordbahnstraße/ Taborstraße (Rebhanngasse) eine 2,2 km lange Gleisstrecke über die Vorgartenstraße bis hin zur Hillerstraße (Umkehrschleife) errichtet werden.
Aktuell betragen die durch die Stadt Wien geschätzten Kosten 60 Millionen Euro. Dieses Steuergeld muss weit besser und sinnstiftender im öffentlichen Interesse verwendet werden als durch die Errichtung dieser neuen Straßenbahn.
Wenn öffentlicher Verkehr, wie hier, nicht notwendig ist, ist er weder ökologisch noch ökonomisch.
Die Grätzeln „Nordbahnviertel“ und „Stuwerviertel“ sind bereits mehr als ausreichend durch die Linien U1, U2, O, 5, 2, 11A, 11B und 82A an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.
Die geplante Route des 12ers stellt daher keinen Mehrwert für die Menschen dar und schafft darüber hinaus auch keine neuen Verbindungen, die ohnehin bereits auch in kürzerer Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können.
Der Straßenbahnbau hat neben den enormen Kosten zahlreiche negative Auswirkungen auf Anrainer und Wohngegend wie:
- Zerstörung von bestehenden Grünflächen und Bäumen.
- Sicherheitsrisiko für Kinder insbesondere durch lange Bremswege einer Straßenbahn. Aufgrund der örtlichen Nähe zu drei Volksschulen, drei Kindergärten und dem Rudolf Bednar Park wird die Vorgartenstraße unzählige Male täglich von unseren Kindern alleine überquert.
- Extreme Lärmbelastung, auch im Hinblick auf die zunehmende Arbeitszeit im Homeoffice und Beeinträchtigung von Lebensqualität.
- Erhöhung des Verkehrsaufkommens mit vorprogrammierten Konflikten zwischen Straßenbahn, Rad und Auto sowie Staus und erhöhte CO2-Belastung.
- Einsatzfahrzeuge (Feuerwehr, Rettung, Polizei etc.) nutzen aufgrund der zahlreichen Sackgassen und Einbahnen, die zur Verkehrsberuhigung gemacht wurden, fast ausschließlich die geplante Straßenbahnstrecke um zu den einzelnen Wohnhäusern, sowie zu den Schulen, Kindergärten und zum Pflegezentrum Leopoldstadt zu gelangen.
- Enorme Reduktion der bestehenden Parkplätze.
- Verringerung der Gehsteigbreite.
Wir fordern die Einstellung dieses Bauvorhabens!
Nähere Informationen und Ausführungen sind im angehängten Informationspaket und in den sonstigen Beilagen ersichtlich. Auf der Seite der Online-Petition https://www.openpetition.eu/at/petition/online/strassenbahnlinie-12-nicht-um-jeden-preis haben unter der Rubrik „Kommentare“ bereits hunderte Anrainer ihre Ansicht zu dem Projekt geäußert.